Von der Biene, der Ameise und den Zauberklängen, die die Welt der Menschen zum Leben erweckten

4. Oktober 2018.TinePe.1 Like.0 Comments

Alles begann vor langer Zeit. Damals war Mittelerde kalt und leer …..

Wie, du weißt nicht, was Mittelerde ist? Schau dich um. Du bist ein Teil davon. Du bist mittendrin. Ah, nun fragst du auch noch, wie es kam, dass aus diesem kalten und leeren Mittelerde ein solches Paradies geworden ist?
Also an dieser Stelle muss ich dir sagen, dass ich dich mächtig ungeduldig finde.  Lass mich doch einfach einmal erzählen und …..

….. tauche ein in die Geschichte um Mittelerde ….. lass dir berichten, wie sie dereinst durch  Zauberklänge anderer Welten zum Leben erweckt wurde …… tauche ein, in die Geschichte der Biene und der Ameise ….. erfahre, wie sie in die Oberwelten und Unterwelten reisten, um Mittelerde zu retten , als beinahe schon alles zu spät war …..

Elf

Weißt du, irgendwie hast du mich jetzt mit deiner Fragerei mächtig durcheinander gebracht.  Wo soll ich nur beginnen? Ich glaube, es ist am besten, wenn ich dir erst einmal etwas über diese anderen Welten erzähle.

Also, das ist so. Da gibt es die Welten der Zwerge, und da gibt es die Welten der Riesen. Zudem gibt es die Welten der Trolle, der Gnome, der Wichtel. Aber auch die Welten der Feen, der Elfen, der Nymphen, der Engel. Ja, und dann sind da noch die Welten der Nixen und die Welten der Feuerdrachen. Beinahe hätte ich sie vergessen, die Welten der Einhörner, der Phönixe, der Zentauren. Ach, die Welten der Götter sind ja auch noch da …..
Glaube mir, es gibt so viele Welten, dass ich es an dieser Stelle doch lieber gut sein lasse …..

Ah ja, du bist nun neugierig geworden und möchtest wissen, wie es in diesen Welten zugeht?
Nun, dann lass dir sagen, es ist nicht viel anders, als du das aus deiner Menschenwelt kennst. Einmal vertragen sich alle und dann wieder geraten sie in Streit. Einmal sind sie nett zueinander und plötzlich ist alles wieder ganz anders. Einmal verbünden sich die Einen, dann wieder die Anderen. Vieles könnte ich dir jetzt berichten, aber sei es drum. Darum soll es heute doch gar nicht gehen. Schließlich möchte ich dir erzählen, wie die Wesen dieser Welten einst dank ihrer Zauberklänge das Paradies Mittelerde erschaffen haben. Und das kam so …..

Es war in einer von Nebelschwaden durchzogenen Vollmondnacht, als ein heiliger Traum in die Weltenwesen hineingeblasen wurde. Es war der Traum um ein gemeinsam zu erschaffendes Paradies. Es war der Traum um einen bunten, von Freude und Leben erfüllten Planeten. Selbst das letzte Wesen und die dunkelste Ecke wurde von diesem durchdrungen und erfüllt. Keine Fragen ließ die heilige Kraft, die dem Traum das Leben eingehaucht hatte, offen.
Es war das bis dahin kalte und leere Mittelerde, das Paradies und Zentrum zugleich werden sollte …..

….. und so vereinten sie sich im großen Bündnis …..
….. „FÜR DAS PARADIES MITTELERDE“ …..

Daraufhin begannen die Welten sich mehr und mehr in Schwingung zu versetzen, um sich neu um Mittelerde herum auszurichten. Weltentüren und Weltenfenster öffneten sich weit. Flöten, Trommeln und Kristalle wurden von den Schwingungen erfasst …..

….. und die Zauberflöten spielten die heiligen Melodien, die Zaubertrommeln gaben den heiligen Rhythmus, der Klang der Zauberkristalle schenkte die heilige Ordnung ……

Zauberflöte
….. in einer einzigartigen Symphonie des Lebens begannen diese Klänge sich  zu vereinen. Flossen hinein in Mittelerde, durchdrangen es durch und durch. Flogen hinauf zu den Winden , stiegen hinab ins Erdenfeuer hinein …..
….. und sie erschufen und beseelten …..

….. sie erschufen und beseelten die Bäche, die Flüsse, die Ströme, die Meere und die Ozeane…..
….. sie erschufen und beseelten die Steine, die Felsen, die Berge und die Gebirge …..
….. sie erschufen und beseelten den Sand, die Wüsten, das Steppenland …..
….. sie erschufen und beseelten die Sträucher, die Bäume, die endlosen Wälder …..
….. sie erschufen und beseelten die Gräser, die Blumen, die Kräuter …..
….. sie erschufen und beseelten die Tiere zu Wasser, zu Land und zur Luft …..
….. sie erschufen und beseelten den Menschen …..

….. und alles war durchdrungen vom Klang der heiligen Symphonie des Lebens …..
….. geeint im großen Bündnis …..
….. FÜR DAS PARADIES MITTELERDE …..

Und es hätte gut sein können. Ja, es hätte gut sein können. Wenn nicht ausgerechnet das jüngste aller Wesen, der Säugling, begonnen hätte des Bündnisses brüchig zu werden. Das noch nicht der Mutterbrust entwöhnte Kind begann sich über die Mutter selbst zu erheben. Es wurde erfasst von Gier und dem Streben nach Macht. Schwang sich auf zum Herrscher über Leben und Tod. Begann seine Herzenstüren zu verschließen und mit diesen verriegelte es die Türen zu den anderen Welten. Es war zum Zauberlehrling geworden, der dem Zaubermeister entsagt hatte.

Die ordnenden, heiligen Klänge verstummten. Das Herz des Kindes wurde kalt und leer. So kalt und leer, wie Mittelerde dereinst gewesen war.
So kam es, dass Mittelerde in die Hände der Menschen fiel. In die Hände von Kindern, die sich über Schöpfung, Mutter, Brüder und Schwestern erhoben hatten …..

Was soll ich dir hierüber noch erzählen? Es stand schlimm um Mittelerde. Aber ja, wie konnte ich vergessen, das weißt du doch. An dieser Stelle bist du mittendrin, bist selbst Teil der Geschichte. Aber um eines weißt du nicht. Du weißt nicht, was zwischenzeitlich geschah. Du weißt nicht um die heldenhafte, großherzige Tat der Biene und der Ameise. Und hiervon lass dir noch berichten ……

Es waren die Biene und die Ameise, die wahrnahmen, wie arg es wirklich um Mittelerde stand. Und beide wussten, ohne die Hilfe der Wesen aller Welten, war alles verloren. Und so machten sich die Biene und die Ameise eines Tages bereit für eine große Reise. Die Biene flog hinauf zu den Oberwelten, die Ameise aber trat die gefahrreiche Reise hinab zu den Unterwelten an.

Wie du dir sicher denken kannst, rannten sie weder offene Türen, noch offene Herzen ein. Nein, es war kein Honigschlecken und auch kein leckeres Ameisenbrot. Alles, was du an Gefühlen aus der Menschenwelt kennst, schlug ihnen entgegen. Wut, Zorn, Hass, Gleichgültigkeit, Trauer aber auch Hohn und Spott. Dennoch schafften sie das schier Unmögliche. Sie beriefen ein zur großen Ratsversammlung und die Führer aller Welten kamen. Versammelten sich gemeinsam am runden Tisch. Die Einzelheiten dieses Hauens und Stechens möchte ich dir hier ersparen. Es war kein leichtes Unterfangen. Doch es gelang, was nur unter dem Vorsitz einer Biene und einer Ameise, den weisesten aller Wesen, gelingen konnte …..

….. das große Bündnis „FÜR DAS PARADIES MITTELERDE“ wurde erneuert …..

Jedoch eines bedangen die Versammelten sich aus. Die Türen waren einst vom Menschen geschlossen worden und so muss es nun am Menschen sein, diese wieder zu öffnen.

„Aber wie soll man denn diese Türen öffnen?“ höre ich dich fragen.

….. es sind die Zauberklänge mein Kind, es sind die Zauberklänge …..

„Ob es gelingen wird?“ fragst du. Nun, das ist eine Geschichte, an der du selbst schreiben wirst, um dereinst deinen Kindern und Enkelkindern davon zu erzählen. Aber vielleicht werden es auch deine Zauberklänge sein, die es ihnen, wie selbstverständlich, zutragen werden …..

….. es waren einmal eine Biene und eine Ameise, die retteten die Welt …..

In tiefer Verbundenheit mit den Wesen aller Welten,
der Biene und der Ameise.
Mögen sich aller Klänge vereinen in der
heiligen Symphonie des Lebens.

Martina Petermann © 04. Oktober 2018

Nachtrag:
Die auf dieser Seite verwendeten Fotos sind bis auf eines von mir selbst gemacht. Jedoch Ameisen habe ich noch nie fotografiert und bin dankbar, dass mir Anke Junginger dieses bezaubernde Foto zur Verfügung gestellt hat. Zum Dank verlinke ich hier gerne auf ihre Seite Engel und Elfen. Anke, nochmal herzlichen Dank an dich!

Categories: Humanity, Märchen
Tags: #Märchen

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