Marktinspirationen eines trüben Novembertages

12. November 2017.TinePe.2 Likes.0 Comments

Grüne Freunde

11. November 2017. Ein kalter, feuchter und trüber Novembermorgen lädt so gar nicht zum aufstehen ein. Es ist Samstag.
Samstag, das heißt für mich: „Auf zum Einkauf auf den Wochenmarkt.“ Doch das Wetter lässt wenig Lust aufkommen. Der innere Schweinehund ruft nach dem warmen Ofen. Mein Blick fällt auf meinen Fotoapparat, der lustlos herumliegt. „Hey, hat da einer was von lustlos gesagt? Raus mit dir, lass uns etwas von diesem Tag einfangen.“ „Okay, okay, überredet. Ich mach’s.“

So laufen wir also im feuchten Novembermorgen zum Markt. Mein gutgelaunter Fotoapparat und ich. Während er freudig hin und her baumelt, ziehe ich das Genick ein. Man oh man, mächtig eklig ist es heute. „Also auf dich höre ich nicht so schnell wieder.“

Und dann taucht er vor uns auf, der Wochenmarkt. Was für eine Kraft!

Die Buntheit der Stände lassen mit einem Schlag alles Kalte, alle Trübheit dieses Novembermorgens vergessen. Meinen Foto hält nichts mehr in der Tasche. Raus mit ihm und Bilder gemacht. Er ist so fotografierwütig, dass ich erst einmal gar nicht zum einkaufen komme.

Mein Fotoapparat scheint einen guten Draht zu den Händlern zu haben. Und außerdem hat das Wetter außer uns beiden nur wenige hartgesottene hinter dem warmen Ofen hervorgelockt. So wird überall nett die Ware für uns drapiert, um attraktiv zu sein. Hach, das macht Freude!

Also mein Fotoapparat und ich haben jetzt so richtig gute Laune an diesem wunderbaren Markttag im trüben Novembermorgen.

Aber wer hat uns das alles beschert? Richtig, es ist Mutter Erde selbst, die uns hier beschenkt in Gestalt unserer grünen Freunde. Wir befinden uns mitten in der Stadt, doch hier ist ihre Kraft überall spürbar. Ohne diese gebende Hand der Mutter und die Hingabe unserer grünen Brüdern und Schwestern wäre der Markt so trostlos und trübe, wie dieser Novembermorgen.

Das, was wachsen und reifen durfte über das Jahr hinweg, wird uns nun in Fülle und Buntheit gegeben, um gut über den Winter zu kommen.

Und damit meine ich nicht nur, dass die Pflanzen uns Nahrung auf körperlicher Ebene sind. Nein, sie nähren auch unsere Seele und auf ihre ureigene Art unseren Geist.
Sie nähren uns mit ihrer ganz besonderen Form der Lebenskraft und Lebensweisheit, die ihnen eigen ist. Die sie selbst empfangen durften, durch ihr Verbundensein mit Himmel und Erde. Sie nähren uns mit der Urkraft der Mutter und der kosmischen Kraft des Vaters. Durchdringen uns, erfüllen mit allem was sie haben.

 

Es war so einfach für sie, meine Stimmung an diesem Tag zu verändern. Es war so einfach für sie, mich zu verzaubern.

Sie gehen mit uns einen Weg. Sind Nahrung, Lebenskraft und Heilung. So wie dieser bunte Markt mich mit seiner Vielfalt in seinen Bann gezogen hat, bezaubern sie uns mit ihrem Sein. Verwandeln im handumdrehen einen trüben Vormittag in einen vor Lebenskraft sprühenden Traum.

Mir bleibt nach diesem wundervollen Morgen nur noch ein großes „Danke“ zu sagen. Danke an unsere grünen Brüder und Schwestern. Danke an die gebende Hand von Mutter Erde. Danke an die ordnende Kraft des Himmels. Und ich wünsche mir und uns allen, dass wir es wieder lernen dürfen, dies alles nicht als selbstverständlich zu nehmen. Sondern in Demut und Ehrfurcht einander zu begegnen.

„Es geht nicht darum, sich um jeden Preis zu nehmen, von dem man glaubt, dass es einem zusteht, sondern in Liebe und Achtung anzunehmen, was gegeben ist.“

Martina Petermann

Ach ja, den Dank an meinen Fotoapparat sollte ich wohl auch nicht vergessen.

Herzlichst Martina Petermann © Copyright  November 2017

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